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Gutbesuchte Bürgerversammlung zum Erhalt der Oppenweher Grundschule

 

 

Stemwede/Oppenwehe...(Text/Foto:Alfred Kulinna) Am vergangenen Dienstag trafen sich ca. 70 interessierte Bürger in der Dorfschänke in Oppenwehe, um sich für den Erhalt der örtlichen Grundschule einzusetzen.


Nachdem aus Kreisen der Gemeindeverwaltung und Kommunalpolitik das Bestreben besteht, die Grundschulen in Oppenwehe und Levern im Jahr 2016 zu schließen und dann im freien Hauptschulgebäude in Wehdem eine zentrale Stemweder Grundschule einzurichten, hat sich in Oppenwehe und Levern eine Interessengemeinschaft gebildet, die sich für den Erhalt der örtlichen Grundschulen einsetzen will.

Um diese Pläne nun einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und um weitere Mitstreiter zu gewinnen, hatte die Oppenweher Interessengemeinschaft um ihrer Sprecher Mathias Heitmann nun zu einem Treffen in Sylvia's Dorfschänke geladen. Hier wurde die Ist-Situation dargestellt und die weitere Vorgehensweise erläutert. Angeregte Diskussionen folgten. Die Oppenweher Ratsmitglieder standen Rede und Antwort und mussten sich auch einige kritische Anmerkungen gefallen lassen. Alle Anwesenden waren aber der Meinung, dass den Planungen des Schulausschusses der Gemeinde Stemwede Einhalt geboten werden muss und wir uns gemeinsam für den Erhalt der Oppenweher Grundschule einsetzen sollten.

Die Bürgerinitiative verweist auf die prognostizierten Schülerzahlen der nächsten Jahre, die für den inzwischen beschlossenen Grundschulverbund Levern/Oppenwehe auch langfristig Stabilität für beide Standorte erhoffen lasse. Die Eltern unterstützen das Motto »Kurze Beine – Kurze Wege«. Sie sehen in kleinen Schulen mit kleinen Klassen große Vorteile für die Schüler. Sie befürchten, dass Sechsjährige mit 16-Jährigen im Bus nach Wehdem fahren müssten.

Etliche Bürger, die sich zu Wort meldeten, sehen in einer möglichen Schulschließung noch viel weitreichendere Probleme auf Oppenwehe zukommen. Sie befürchten, dass junge Familien nicht mehr zuziehen, sondern lieber in Rahden wohnen wollen. Dies bringe auch den örtlichen Kindergarten in Gefahr. Zudem sei das Vereinsleben und der dörfliche Zusammenhalt gefährdet, wenn der lokale Zusammenhalt der jungen Generation zerbreche, weil sie in anderen Orten eingeschult werde, hieß es. »Die Gemeinde muss sich fragen lassen, ob sie eine Politik zur Stärkung aller 13 Ortschaften betreiben oder die Randdörfer ausbluten lassen will«, ärgerte sich ein Bürger.

Um ihren Unmut zu äußern, wollen die Oppenweher am 20. Juli mit einer großen Abordnung nach Oppendorf fahren, wenn die Stemweder Ratssitzung im Gasthaus Bosse, Oppendorf, mit einer Bürgerfragestunde beginnt. Bürgermeister Gerd Rybak muss dann mit einem Großaufgebot Oppenweher Bürger rechnen, die dem Gemeindeoberhaupt viele Fragen zur eventuellen Schulschließung in Levern und Oppenwehe stellen wollen. Die Bürgerfragestunde beginnt um 17.00 Uhr. Jeder dem die Grundschule in Oppenwehe am Herzen liegt, sollte sich auf den Weg nach Oppendorf machen. Ein Treffen zur Vorbereitung der Fragestunde findet am Donnerstag, dem 14.07.2011 in der Schießhalle in Oppenwehe statt. Interessierte Bürger, die unserem Bürgermeister eine kritische Frage stellen wollen, sind recht herzlich eingeladen.

 


verantwortlich:
Matthias Heitmann, Sprecher der Initiative "Unsere Schule soll im Dorf bleiben"