oppenwehe.de

Herzlich Willkommen

Festausschuss muss jetzt auch mal arbeiten

Lange genug hat der "Festausschuss 775 Jahre Oppenwehe" nur geplant und allen "wat vertellt".

Heute galt es nun, mal selbst in die Hände zu spucken und kräftig mit anzupacken! Dazu hat sich der Festausschuss den "Themenwagen" ausgedacht. Was heißt das?
Auf diesem Wagen werden wir einen Ritter, einen Bischof, zwei Nonnen und vier Bauern sehen.

Denn hier soll nun der Beginn der Geschichte Oppenwehes im Festumzug dargestellt werden. Eben die Geschichte, die in der historischen Urkunde niedergeschrieben wurde, die heute in Münster gehütet wird.

Ritter Helimbertus von Manen (heute Ober- und Niedermehnen) hatte im Jahr 1227 4 Höfe aus "Openwide" an das Fürstbistum Minden zur Unterstützung des neugegündeten Zisterzienserklosters in Levern verschenkt.

Aber warum?
"Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein Reicher in das Reich Gottes kommt." ( Matthäusevangelium, Kapitel 19, Vers 24)

Also darf man "am Schluss... nichts mehr besitzen" - stattdessen verschenkt manhalt seine Güter und erhält das Recht auf den" Zehnten".
Man lebt also heute gut in "dieser" und morgen noch besser in der besseren Welt...
Clevere Burschen, schon damals.

Diese Schenkung musste natürlich schriftlich festgehalten werden - und ist nun der Anlass der Feierlichkeiten in Oppenwehe.

Der Ritter Helimbertus wird von Friedhelm Schlüter dargestellt werden, der Bischof von dem mittlerweile 83jährigern Ortsheimatpfleger Oppenwehes, Willy Markus.
Den Part der Nonnen werden Patricia Vogt und Iris Melcher übernehmen. Sie sollen für das Wohl des Ritters und des Bischofs sorgen.

Hier haben wir nun eine Besonderheit: Die 4 Höfe, die in der historischen Urkunde erwähnt wurden, werden auf diesem Festwagen vertreten durch die Nachkommen der ehemaligen Besitzer im Jahre 1227!

Die "Bauleitung" hatte Patricia Vogt, seit knapp 775 Jahren mit einem Oppenweher Bauunternehmer verheiratet und somit für diese Aufgabe besonders geeignet, übernommen.

Knallhart hat sie "ihre Jungs", darunter den Ritter Helimbertus persönlich, "angespitzt".

 

Ganz allein kamen die Sprücheklopfer des Festausschusses natürlich nicht klar.

"Wie kriegen den Kram denn am Wagen fest?" - Da musste dann ganz flott Jürgen "Trecker" Geldmeier her, der in Windeseile ein paar passende Eisen geschmiedet hat.

Aber geklappt hätte es niemals, wenn nicht Andre Klehm als Fachmann (Tischler, Schreiner, Steinmetz - na eben Burgbauer...) dabei gewesen wäre.

Eigens zu diesem Anlass hatte er übrigens auch eine Säge dabei, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Jahr 1227 stammt. Behauptete jedenfalls Ritter Helimbertus. Und der muss es ja wissen...